“Ma erbt nid gad Stückr” – oder “Weär si uf’s Erbo vrlôôt, kunt z’früoh und z’spôôt” – dass es in der in Kürze erscheinenden Sprüchesammlung von Walter Baur u. Sieglinde Fitz-Grabher auch ums Erben geht, liegt nicht an dem Stoff, aus dem das Buch von Gernot Hämmerle ist: die Testamentsaffaire – ein Justizskandal noch nie dagewesenen Ausmaßes, durch den der Glaube an eine funktionierende Justiz iin breiten Bevölkerungskreisen schwerst erschüttert wurde. Der Lustenauer ORF-Redakteur Gernot Hämmerle hat den Fall – besser gesagt – die Fälle – nicht nur von Anfang an verfolgt, sondern auch intensiv recherchiert. Man darf gespannt sein, was er uns in seinem Buch an Fakten, Indizien, Dokumenten und Hintergrundinformationen zusammengetragen hat – ein realer Krimi.
In der Lustenauer Geschichte gibt es ein legendäre Erbschafts-Geschichte: Beno Vetter widmete ihr den Roman “Das Erbe des Alexander Kremmel” und Hannes Grabher schuf das unvergeßliche, volkstümliche Lustspiel “’s Kremmel-Erb”. Bei Gernot Hämmerle wird aus der unterhaltsamen Fiktion harte Realität, es geht nicht um russische Gold-Rubel, aber die Täter haben alles getan, dass der Rubel rollt. “Falsche Erben” wird am Donnerstag, 1. Dezember im ORF Landesstudio Dornbirn präsentiert und ist dann auch im Buchhandel erhältlich.


Sehr geehrter Herr Hämmerle,
ich habe am Freitag Abend Ihr Buch “Falsche Erben” gekauft. Ich habe das Buch gleich am Samstag in einem Zug durchgelesen. Herzlichen Glückwunsch. Hier werden die unglaublichen Machenschaften kompakt geschildert. Was mich bewegt: Die Meldungen und die Anzeigen die in den Jahren davor der Staatsanwaltschaft angezeigt wurden. Wer ist dafür verantwortlich dass diese Schreiben nicht einmal beantwortet wurden. Es gab praktisch erdrückende Beweise für Unstimmigkeiten denen nicht ausreichend nachgegangen wurde. Die können es sich doch nicht so einfach machen und sagen dass der Verdacht nicht ausreichend war. Dass man das heute natürlich in einem anderen Licht sehen würde usw. Als Staatsbürger will ich dass auch diesen Dingen nachgegangen wird. Bitte bleiben Sie dran. Weitere Frage: Wie kann es sein dass der Gerichtsvorsteher beim Bezirksgericht Dornbirn über Jahre hinweg die ganzen Machenschaften nicht mitbekommt. Ich glaube das nicht. Ich vermute dass hier nur die Spitze des Eisberges aufgedeckt wurde. Die ganze Sache hat für mich mafiöse Ausmaße: kriminelle Vereinigung, involvierte Justizangestellte, Richter Staatsanwälte. Leitender Staatsanwalt der an einer Aufklärung wenig Interesse hat. (Pflanzner).
Was mich noch wundert: Von politischer Seite wurde der Ball ebenfalls sehr flach gehalten. Mehr als Äußerungen, dass die Sache sehr unangenehm sei und dass das der Justiz schaden könnte konnte man nicht vernehmen. Es hat auch für die leitenden Justizmitarbeiter überhaupt keine Folgen dass Sie Frau Kornelia Ratz nicht rechtzeitig suspendiert haben. Die Meinung in der Bevölkerung: die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen.
Ein nicht unbeträchtlicher Teil von Politik, Justiz und Beamtenschaft haben aus Österreich eine Bananenrepublik mit mafiösen Strukturen gemacht. Irgendwann werden wir uns das nicht mehr gefallen lasse.
Bitte Herr Hämmerle bleiben Sie dran, Leute wie Sie hat unser Land dringend notwendig.
Vielen Dank und schöne Grüsse
Martin Luger
Sehr geehrter Herr Hämmerle !
Ich werde Ihr Buch am Montag kaufen. Dieser Bericht von Herrn Martin Luger ist vollkommen richtig dokumentiert. Ich hoffe, dass Sie unsere Fälle ebenso veröffentlichen werden. Ich finde es großartig, dass Sie wenigstens die Wahrheit ans Tageslicht gebracht haben. Wie schon Herr Martin Luger geschrieben hat, solche Leute wie Sie Herr Hämmerle braucht unser Land. Vielen Dank noch, dass Sie dazumal im Oktober 2010 den Stammtisch gemacht haben. Leider hat Dr. Bildstein vom LG Feldkirch, Dr. Manhart, Rechtsanwaltskammer, Dr. Siegele der neue Staatsanwalt, Dr.Umlauft Notariatskammer die öffentlichen Versprechen nicht eingehalten.
Nochmals recht herzlichen Dank
Angelika Müller
Lieber Herr Hämmerle,
Gratulation zu Ihrem Buch! Und es kann nur immer wieder betont werden: Machenschaften wie jene in Vorarlberg stellen nur die Spitze eines österreichweiten Eisbergs dar. Auch wenn man von gewissen Seiten immer wieder gerne darüber hinwegtäuschen möchte: Allein Medienberichte gab es in den letzten Jahren diesbezüglich genug, und mittlerweile pfeifen es schon die Spatzen von den Dächern, dass das Vertrauen der österreichischen Bevölkerung in eine nahezu unkontrolliert und menschenfeindlich agierende Justiz schwer erschüttert ist, weil trotz des öffentlichen Auffliegens diverser Skandale immer noch keine ordentliche Disziplinar-Dienstaufsicht die herrschenden Missstände abstellt, und eine Ernst zu nehmende Kommunikation mit den zahlreichen geschädigten Opfern nach wie vor weitgehend unterlassen bzw. verweigert wird.
Alle Reformvorschläge zur Bekämpfung dieser unerträglichen Justizmissstände wurden bisher ignoriert. Zur Durchführung einer wirklichen Schuldenbremse wäre es höchst an der Zeit, durch eine schnell gezogene Korruptionsbremse in der Justiz den Staat zu entlasten, was auch der Rechnungshof sicher bestätigen wird.
Alles Gute und viel Erfolg wünschen Ihnen
mit herzlichen Grüßen,
Christine Götz, Initiative proEthos
Silvester Hawle, niederösterr. Initiative zur Bekämpfung der Justizkorruption
Lieber Herr Luger, liebe Frau Müller,
liebe Frau Götz und Herr Hawle,
vielen vielen Dank für die tollen und unterstützenden Kommentare. Ich werde weiter dran bleiben. Derzeit komme ich gar nicht damit nach, allen Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen …
liebe Grüße, Gernot Hämmerle