“Falsche Erben” – realer Krimi von Gernot Hämmerle

Verfasst am 14.11.2011 von luschnou

“Ma erbt nid gad Stückr” – oder “Weär si uf’s Erbo vrlôôt, kunt z’früoh und z’spôôt” – dass es in der in Kürze erscheinenden Sprüchesammlung von Walter Baur u. Sieglinde Fitz-Grabher auch ums Erben geht, liegt nicht an dem Stoff, aus dem das Buch von Gernot Hämmerle ist: die Testamentsaffaire – ein Justizskandal noch nie dagewesenen Ausmaßes, durch den der Glaube an eine funktionierende Justiz iin breiten Bevölkerungskreisen schwerst erschüttert wurde. Der Lustenauer ORF-Redakteur Gernot Hämmerle hat den Fall – besser gesagt – die Fälle – nicht nur von Anfang an verfolgt, sondern auch intensiv recherchiert. Man darf gespannt sein, was er uns in seinem Buch an Fakten, Indizien, Dokumenten und Hintergrundinformationen zusammengetragen hat – ein realer Krimi.

In der Lustenauer Geschichte gibt es ein legendäre Erbschafts-Geschichte: Beno Vetter widmete ihr den Roman “Das Erbe des Alexander Kremmel” und Hannes Grabher schuf das unvergeßliche, volkstümliche Lustspiel “’s Kremmel-Erb”. Bei Gernot Hämmerle wird aus der unterhaltsamen Fiktion harte Realität, es geht nicht um russische Gold-Rubel, aber die Täter haben alles getan, dass der Rubel rollt. “Falsche Erben” wird am Donnerstag, 1. Dezember im ORF Landesstudio Dornbirn präsentiert und ist dann auch im Buchhandel erhältlich.

erbenneu

k-erb-anf

Martin Luger Dezember 11, 2011 um 7:49 pm

Sehr geehrter Herr Hämmerle,

ich habe am Freitag Abend Ihr Buch “Falsche Erben” gekauft. Ich habe das Buch gleich am Samstag in einem Zug durchgelesen. Herzlichen Glückwunsch. Hier werden die unglaublichen Machenschaften kompakt geschildert. Was mich bewegt: Die Meldungen und die Anzeigen die in den Jahren davor der Staatsanwaltschaft angezeigt wurden. Wer ist dafür verantwortlich dass diese Schreiben nicht einmal beantwortet wurden. Es gab praktisch erdrückende Beweise für Unstimmigkeiten denen nicht ausreichend nachgegangen wurde. Die können es sich doch nicht so einfach machen und sagen dass der Verdacht nicht ausreichend war. Dass man das heute natürlich in einem anderen Licht sehen würde usw. Als Staatsbürger will ich dass auch diesen Dingen nachgegangen wird. Bitte bleiben Sie dran. Weitere Frage: Wie kann es sein dass der Gerichtsvorsteher beim Bezirksgericht Dornbirn über Jahre hinweg die ganzen Machenschaften nicht mitbekommt. Ich glaube das nicht. Ich vermute dass hier nur die Spitze des Eisberges aufgedeckt wurde. Die ganze Sache hat für mich mafiöse Ausmaße: kriminelle Vereinigung, involvierte Justizangestellte, Richter Staatsanwälte. Leitender Staatsanwalt der an einer Aufklärung wenig Interesse hat. (Pflanzner).
Was mich noch wundert: Von politischer Seite wurde der Ball ebenfalls sehr flach gehalten. Mehr als Äußerungen, dass die Sache sehr unangenehm sei und dass das der Justiz schaden könnte konnte man nicht vernehmen. Es hat auch für die leitenden Justizmitarbeiter überhaupt keine Folgen dass Sie Frau Kornelia Ratz nicht rechtzeitig suspendiert haben. Die Meinung in der Bevölkerung: die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen.
Ein nicht unbeträchtlicher Teil von Politik, Justiz und Beamtenschaft haben aus Österreich eine Bananenrepublik mit mafiösen Strukturen gemacht. Irgendwann werden wir uns das nicht mehr gefallen lasse.
Bitte Herr Hämmerle bleiben Sie dran, Leute wie Sie hat unser Land dringend notwendig.
Vielen Dank und schöne Grüsse
Martin Luger

Angelika Müller Februar 9, 2012 um 11:29 pm

Sehr geehrter Herr Hämmerle !
Ich werde Ihr Buch am Montag kaufen. Dieser Bericht von Herrn Martin Luger ist vollkommen richtig dokumentiert. Ich hoffe, dass Sie unsere Fälle ebenso veröffentlichen werden. Ich finde es großartig, dass Sie wenigstens die Wahrheit ans Tageslicht gebracht haben. Wie schon Herr Martin Luger geschrieben hat, solche Leute wie Sie Herr Hämmerle braucht unser Land. Vielen Dank noch, dass Sie dazumal im Oktober 2010 den Stammtisch gemacht haben. Leider hat Dr. Bildstein vom LG Feldkirch, Dr. Manhart, Rechtsanwaltskammer, Dr. Siegele der neue Staatsanwalt, Dr.Umlauft Notariatskammer die öffentlichen Versprechen nicht eingehalten.
Nochmals recht herzlichen Dank
Angelika Müller

Christine Götz und Silvester Hawle Februar 12, 2012 um 10:45 am

Lieber Herr Hämmerle,

Gratulation zu Ihrem Buch! Und es kann nur immer wieder betont werden: Machenschaften wie jene in Vorarlberg stellen nur die Spitze eines österreichweiten Eisbergs dar. Auch wenn man von gewissen Seiten immer wieder gerne darüber hinwegtäuschen möchte: Allein Medienberichte gab es in den letzten Jahren diesbezüglich genug, und mittlerweile pfeifen es schon die Spatzen von den Dächern, dass das Vertrauen der österreichischen Bevölkerung in eine nahezu unkontrolliert und menschenfeindlich agierende Justiz schwer erschüttert ist, weil trotz des öffentlichen Auffliegens diverser Skandale immer noch keine ordentliche Disziplinar-Dienstaufsicht die herrschenden Missstände abstellt, und eine Ernst zu nehmende Kommunikation mit den zahlreichen geschädigten Opfern nach wie vor weitgehend unterlassen bzw. verweigert wird.

Alle Reformvorschläge zur Bekämpfung dieser unerträglichen Justizmissstände wurden bisher ignoriert. Zur Durchführung einer wirklichen Schuldenbremse wäre es höchst an der Zeit, durch eine schnell gezogene Korruptionsbremse in der Justiz den Staat zu entlasten, was auch der Rechnungshof sicher bestätigen wird.

Alles Gute und viel Erfolg wünschen Ihnen

mit herzlichen Grüßen,

Christine Götz, Initiative proEthos
Silvester Hawle, niederösterr. Initiative zur Bekämpfung der Justizkorruption

gernot hämmerle Februar 15, 2012 um 3:06 pm

Lieber Herr Luger, liebe Frau Müller,
liebe Frau Götz und Herr Hawle,

vielen vielen Dank für die tollen und unterstützenden Kommentare. Ich werde weiter dran bleiben. Derzeit komme ich gar nicht damit nach, allen Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen …

liebe Grüße, Gernot Hämmerle

Luigi R. Rossi März 26, 2012 um 12:43 pm

Sehr geehrter Herr Hämmerle,
Ihr Buch interessiert auch ennet des Rheines. Habe es mit grossem Interesse gelesen und gratuliere Ihnen dazu. Ich beabsichtige über dieses Buch eine Zusammenfassung in der Zeitschrift “SUCCESSIO” zu schreiben und bitte Sie, mich darüber zu orientieren, was in der Zwischenzeit seit Erscheinen des Buches gelaufen ist. Danke.
Luigi R. Rossi

Elfi gmeiner Januar 11, 2013 um 11:21 am

Sehr geehrter herr hämmerle

Ich denke dass sich da beim gericht dornbirn einiges geändert hat,jetzt kenn ich einen fall wo ein vorbestrafter gewalttäter und gerichtsbekannter betrüger einem alten mann mit auf meiner meinung nach hinterhältigste art und weise sein ganzes vermögen genommen werden soll,mit. Inszinierten strafverfahren,dass sie ihn so um sein ganzes erspartes bringen wollen,bis er kein geld mehr hat um ihm so sein vermögen weg zu nehmen ,es geht hier um ein zusammenspiel von einem meiner meinung nach skrupellosen anwalt und 2 richer die dieses spiel mitspielen.was sich hier am gericht dornbirn abspielt ist unerhört und kaum noch vorstellbar.ich kann mir vorstellen dass das die neue geldquelle von richtern ist um unbeholfenen alten leuten alles weg zu nehmen so lange sie noch leben.
Werde mir heute ihr buch kaufen,ich bin froh,dass es menschen gibt wie sie,die solche sachen ans licht bringen und vor allem für den grossen aufwand an zeit und energie um so was gänzlich ans licht zu bringen.
Ich wünsche ihnen viel erfolg ,mit freundlichen grüssen frau gmeiner

Peter Jacubowsky März 12, 2013 um 6:33 pm

Großartige Arbeit; Gratulation zu den “Falschen Erben”! Habe es in einem Tag verschlungen. Wenn ich mir als Brasilien-Deutschen einige Fragen erlauben dürfte:
Einerseits schreiben Sie über das Freilassen von Zeilen im Testamentsregister, dann aber auch von Überklebungen. Fand beides statt?
Andererseits schreiben Sie, daß typischerweise der Verlassenschafts-Kurator beim Begehen des Hauses des Verstorbenen das gefälschte Testament “auffand”, andererseits aber auch, daß Drei-Zeugen-Testamente nächtlings in in Notarsbriefkästen geworfen wurden. Das erscheint mir unklar.
Schließlich wird mir als Leser nicht deutlich, inwieweit einfache Rechtsanwälte, wie Gernot Schwendinger, Unterschriften “beglaubigen” konnten. Haben Rechstanwälte in Österreich auch, so hat es den Anschein, auch gewisse Notarsfunktionen?
Da ich persönlich einen Urkundenfälschungsfall mit Nachlaßhintergrund im Ausland verfechte, wäre ich an einer Kurzfassung auf Englisch oder Spanisch für meinen Anwalt interessiert. Hätten Sie so eine zur Hand?
Nochmals – ganz große Arbeit, bravo!
Sehr gerne höre ich von Ihnen.

PS: Der Autor hat mir am 12. Mrz. per Facebook geantwortet; der Vertraulichkeit halber möchte ich seine Antworten an dieser Stelle nicht bringen.

Dr.Mag. Christian Warum September 26, 2014 um 10:11 pm

Sehr geehrte Damen und Herren:

Derartige Aktivitäten scheinen in ganz Westösterreich über mehrere Gerichtsebenen Usus zu sein. Offensichtlich haben wir es mit einem Zirkel krimineller Berufsjuristen zu tun wie auch folgender Fall aufzeigt: Siehe dazu: http://www.justizopfer-andrea-juen.com (beachte auch das mitverlinkte 31 Minuten Video von Frau Juen in dem sie ihr persönliches Schicksal schildert in Zusammenhang mit den eingescannten Beweisen und Orginaldokumenten.
Da dieselben wasserdicht sind traut sich auch keiner der namentlich genannten Richter und sonstigen “honorigen” Juristen gerichtlich gegen deren berechtigte Inkriminierung gerichtlich vorzugehen. Wäre irgendetwas darin Behauptetes nicht zu hundertprozent beweisbar, dann wäre schon längst mit Unterlassungs- und/oder Verleumdungsklagen gegen Frau Juen und andere Personen vorgegangen worden. Offensichtlich stimmt alles!!!!!

Strohmayer September 15, 2015 um 11:54 am

Sehr geehrter Herr Gernot Hämmerle, ich bin in Wien zu Hause, und seit 1988 meine Mutter durch einen angeblichen Selbstmord verstarb, ist man hinter der von mir geerbten kleinen Wohnung her. Um zwar mit absolut unglaublichen Mitteln und mit einer Penetranz, sodass man sich fragen muss in welchen Land wir eigentlich leben.

Mittlerweile bin ich sensibilisiert und muss feststellen das eigentlich bis zu 2/3 der Gesellschaft so tickt. Es handelt sich um ein sehr sehr ausgeklügeltes System, das langfristig arbeitet.

Könnten Sie mich einmal kontaktieren, um die Sache zu besprechen.

Grüße Strohmayer

Berta Weber September 19, 2016 um 4:55 pm

Sehr geehrte Damen und Herren, die auf dieser Webseite geschrieben haben.

Ich recherchiere und schreibe derzeit an einem Buch über die Österreichische Justiz und habe in zwischen soviel Material und Fälle, dass ich sicher noch drei Bücher schreiben könnte.

Gerne möchte ich noch einiges aktuelle ins Buch bringen.

Wenn sie Interessen haben, dann wenden sie sich bitte an mich: bertaweber@hotmail.com

Vielen Dank,

Berta Weber

Bilgeri Anton November 18, 2017 um 1:49 pm

habe soeben das Buch gelesen und bin erschüttert über die Vorgänge von hohen Beamten. Unfassbar wie Leute bei Gericht, die Menschen zum Recht verhelfen sollten das Gegenteil tun.

Nicht zu glauben und doch wahr.
Große Anerkennung für Gernot Hämmerle.

Gruß Anton

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