Stolz auf das Miteinander und vor allem den Dialekt

Verfasst am 7.11.2012 von luschnou

Mundart und Miteinander

Luschnou.at wollte wissen, “worauf  wir Lustenauer stolz sind”. Viele haben bei der Umfrage mitgemacht, die Antworten waren vielfältig – mit zwei eindeutigen Schwerpunkten:

Fast jede(r) Zweite ist  auf unseren einzigartigen Dialekt stolz, am zweithäufigsten genannt wurde der Zusammenhalt, das Miteinander in Lustenau. Dann folgen eine Fülle von weiteren Nennungen – Vereine, Kultur, Sport, Senf, Ried, Alter Rhein, Umwelt, Kilbi und Feuerwehr.

Wir danken allen, die bei unserer Umfrage mitgemacht haben. Die Buch- und CD-Preise werden den Gewinnern in den nächsten Tagen per Post zugeschickt. Ganz im Sinne des Ergebnisses werden wir in Zukunft dem Dialekt auf unserer Plattform noch mehr Platz geben – kaum etwas scheint viele Lustenauer mehr zu berühren, mehr emotional anzusprechen als unsere besondere Mundart.

Verbinden nicht ausgrenzen

“Wänn d’ Äuoli nid reächt säga kascht, biescht z’Luschnou nid bi jedom Gascht.…”

Was in Wolfgang Verocais “Luschnou-Song” selbstironisch betont wird, sollte nicht die Schattenseite der großen Verbundenheit zum eigenen Dialekt sein: wer die eigene Muttersprache, den lokalen Dialekt liebt, kann durchaus offen sein für andere Sprachwelten. Der Stolz auf den eigenen Dialekt kann verbindend wirken, als “eine Brücke in die Welt”, wie es im Manifest der Berner Autorengruppe “Bern ist überall” heißt.

MANIFEST

Unsere Sprache ist ÜBERALL.
Wir sprechen ÜBERALL. Wir schreiben ÜBERALL.
ÜBERALL ist unsere Sprache, die uns nicht gehört.
Alle Sprachen sind Fremdsprachen.
ÜBERALL wird hier und heute gesprochen.
Hier und heute werden viele Sprachen gesprochen.
Sprachen schließen sich nicht aus.
In unseren Köpfen ist Platz für viele Sprachen.
ÜBERALL hat Rhythmus, Klang und Farbe.
Sprachen entfalten sich im Mund.
Es gibt keine hohen und niederen Sprachen.
Jede Sprache ist eine Brücke in die Welt.

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